Koalitionsvertrag

Flughafen
Wirtschaftliche Stärke und Lärmreduzierung in Einklang bringen

„(…) Frankfurts Rolle als internationale Messe- und Kongressstadt, als Industrie-, Wirtschafts- und Finanzzentrum hängt in hohem Maße von der Leistungsfähigkeit des Frankfurter Flughafens ab, der das verkehrliche Tor zur Welt darstellt. Gleichzeitig resultieren aus dem Flugaufkommen erhebliche Lärmbelastungen für Stadt und Region.

Wir wollen in den kommenden Jahren die Rolle des Frankfurter Flughafens sichern und gleichzeitig dessen wirtschaftliche Stärke in Einklang mit weiteren Lärmreduzierungen bringen.

Zu diesem Zweck werden wir gemeinsam mit der Region dafür sorgen, dass es am Frankfurter Flughafen im Vergleich zum derzeitigen Stand leiser wird und uns für die Reduzierung der Flugbewegungen in den Nachtrandstunden zwischen 22.00 und 23.00 Uhr sowie zwischen 05.00 und 06.00 Uhr einsetzen.

Um die Lärmsituation mit eigenen Instrumenten bewerten zu können, wird eine eigenständige Lärmmessstation eingerichtet.

Als Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger, zur Organisation von Informationsveranstaltungen und zur Erarbeitung der Kriterien für regionale Lärmobergrenzen wird eine Stabstelle Fluglärm im Dezernat I eingerichtet.

Für öffentliche Gebäude wie Schulen, Kindergärten und Altenwohnanlagen wollen wir die kom- munalen Aktivitäten zum passiven Schallschutz weiter ausbauen.

Wir setzen uns zudem für eine weitere Spreizung der Landeentgelte und die weitere Verlagerung von Verkehrsaufkommen von der Kurzstrecke auf die Schiene ein.

Wir unterstützen den Frankfurter Flughafen in seinen Bemühungen, die Arbeitsplätze am Frankfurter Flughafen zu sichern und damit das Ein- und Auskommen tausender Familien in Stadt und Region zu gewährleisten. Gleichzeitig erkennen wir die besondere Bedeutung des Flughafens für viele andere Wirtschaftsbereiche an, die direkt oder indirekt von dessen Verkehrs- und Logistikfunktion profitieren.

Neben den wirtschaftlichen Zielen und der Sicherung des Frankfurter Flughafens als internationale Luftverkehrsdrehscheibe soll auch der Lärmschutz stärker noch als bisher klares Unternehmensziel werden.

Wir unterstützen auch das Land in seinen Bemühungen, durch Lärmobergrenzen, Lärmpausen und der Spreizung der Landeentgelte zu weiteren Lärmreduzierungen zu kommen und treten zu- dem für eine Ausweitung der Lärmpausen auf die Schwachverkehrszeiten ein.

Die Vertretung der Interessen der Stadt Frankfurt in den regionalen und überregionalen Gremien 1332 zur Fluglärmreduzierung wird von der zuständigen Umweltdezernentin/dem zuständigen Umweltdezernenten wahrgenommen.