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Sarah Schuhmacher Cc: Stadt Frankfurt, Karina Wilczok

Seit Juli 2017 bei der Stabsstelle

Sarah Schuhmacher besetzt das Amt der Leitung

Einen kurzen Blick wirft sie von ihrem Bürofenster auf den Römerberg, bevor sich Sarah Schuhmacher wieder an den Schreibtisch setzt. Akten, Post-Its und Laptop zeigen, dass die Leiterin der neuen Stabsstelle für Fluglärmschutz bereits seit einer Woche inmitten der Arbeit steckt. Eine Frau, die den Fluglärmschutz in Frankfurt anpackt und umsetzen möchte. Schuhmacher, ursprünglich aus Chemnitz und Wahl-Münchnerin, wechselte nun in die Mainmetropole. Seit Juli 2017 bekleidet sie das Amt der Leiterin. Die 34-jährige Ingenieurin bringt umfangreiches Technikwissen aus ihrer vorherigen Tätigkeit beim Bayerischen Rundfunk mit: „Ich habe mich auf Tontechnik spezialisiert und unterstütze die Stabsstelle nun vor allem durch die Auswahl von Messgeräten und Analyse von Messwerten, kenne mich entsprechend mit Dezibel und Schallwellen aus."

Gemeinsam mit der ehrenamtlichen Stadträtin Dr. Ursula Fechter sowie der Referentin für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Karina Wilczok, wird die Leiterin in den nächsten Monaten die dritte Mitarbeiterin der Stabsstelle begrüßen. Diese Stelle wird sich hauptsächlich um die Bürgeranfragen kümmern, eine Sprechstunde einrichten und in der Bürokommunikation tätig sein.

„Meine erste Arbeitswoche verlief sehr spannend. Man hat mit sehr vielen unterschiedlichen Themen zu tun, die sich um Lärm und Gesundheit drehen. Oft ist Schnelligkeit gefragt. Aktuell arbeite ich mich in die Themengebiete ein“, erklärt die Leiterin. Viel sei seit dem Start der Stabsstelle im vergangenen Oktober passiert. Informationsveranstaltungen, politische Debatten, Vernetzung mit zahlreichen Institutionen und natürlich die Bürger gehören zum Tagesgeschäft. „Meine Vorgänger haben eine super Vorarbeit geleistet. Frau Fechter hat ein immenses Wissen und setzt sich mit Herzblut für das Thema ein“, schildert Schuhmacher ihre ersten Eindrücke der Stabsstelle.

Demnächst wird der Fokus zudem auf einem neuen Thema, der Ultrafeinstäube, und das Aufstellen einer eigenen städtischen Messstation im Frankfurter Süden liegen. „Klar werde ich zwar München ein wenig vermissen. Jetzt freue ich mich aber mit meiner Familie das neue Kapitel und die Stadt Frankfurt kennenzulernen.“ Für Schuhmacher steht aber auch fest, dass mit der Leitungsposition der Stabsstelle für Fluglärmschutz auch viele Herausforderungen auf sie warten. Dass sie diese meistern wird, bleibt ohne Zweifel. Der Blick ist nach vorne gerichtet. „Ich möchte als Leiterin etwas für den Frankfurter Fluglärmschutz bewegen, Wissen über den Lärm und seine Gesundheitsrisiken weitergeben und neue wissenschaftliche Erkenntnisse weiterbringen. Ich freue mich auf ein tolles, motiviertes Team.
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Offizieller Start im Oktober 2016

Stadträtin und ihre Pressereferentin eröffnen Stabsstelle für Fluglärmschutz

Seit 1. Oktober gibt es sie: Die neue Stabsstelle für Fluglärmschutz. Angesiedelt ist sie im Dezernat I und untersteht direkt Oberbürgermeister Peter Feldmann. Dessen ständige Vertreterin ist Stadträtin Dr. Ursula Fechter. Drei Stellen sind für die neue Einheit vorgesehen. Als erste Mitarbeiterin hat Karina Wilczok, die für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, ihre Arbeit aufgenommen. „Wir haben jetzt die Leitungsposition ausgeschrieben, wenn diese Person an Bord ist, dann wird die dritte Stelle besetzt, die für Bürgeranfragen zuständig sein wird“, erläutert Ursula Fechter die weitere Vorgehensweise.

Und dennoch läuft die Arbeit der neuen Stabsstelle schon auf vollen Touren. „Wir haben eine Pressekonferenz zum Kritischen Fluglärmindex durchgeführt, Pressemitteilungen veröffentlicht und Termine in Wiesbaden und Berlin wahrgenommen. Ansonsten richten wir uns in unseren Räumlichkeiten ein und planen die weitere Arbeit“, berichtet Karina Wilczok vom derzeitigen Arbeitspensum. Der 27-jährigen Politikwissenschaftlerin, die Berufserfahrung als Journalistin für verschiedene Frankfurter Zeitungen und in der PR-Branche mitbringt, sind auch die städtischen Strukturen nicht unbekannt, schließlich gehört auch ein Praktikum im früheren Presse- und Informationsamt zu ihrer Berufsbiografie. Sie fühlt sich sichtlich wohl im neuen Job: „Als Sachsenhäuserin und Journalistin bin ich mit dem Thema schon länger vertraut und finde es jetzt sehr interessant und anregend im Spannungsfeld zwischen Politik, Wirtschaft und Bürgern tätig zu sein. Und es macht großen Spaß mit Frau Fechter zusammenzuarbeiten. Wir sind als Team schnell zusammengewachsen.“

„Ich bin ganz begeistert von Karina, die unheimlich viel Engagement und Begeisterungsfähigkeit zeigt und einfach sofort losgelegt hat“, lobt wiederum Fechter ihre Pressereferentin. „Und wir müssen uns bei Sabine Steitz von der Verwaltung im Dezernat I ganz herzlich bedanken, die uns sehr viel weitergeholfen hat“, spricht sie ein weiteres Lob aus.

Inhaltlich soll die Stabsstelle im Rahmen der übertragenen Zuständigkeiten für Frankfurt einen besseren Fluglärmschutz erreichen und den Bürgern als zentrale Anlaufstelle dienen. „Wir wollen Informationsveranstaltungen organisieren, Kriterien für regionale Lärmobergrenzen erarbeiten und für die Bürger in allen Fragen rund um den Fluglärm ansprechbar sein “, so Fechter. So soll noch vor Weihnachten eine Infoveranstaltung mit dem Oberbürgermeister stattfinden. Zudem sollen weitere Treffen mit den Bürgerinitiativen gegen Fluglärm, dem Land und dem städtischen Umweltdezernat stattfinden und ein Expertenpool aufgebaut werden. Auch eine Bürger-Hotline und Aktivitäten mit Online-Medien sind geplant.

Ursula Fechter selbst ist ehrenamtliche Stadträtin und auch mit 71 Jahren immer noch als selbständige Steuerberaterin tätig. „Ich habe die Arbeit in der Kanzlei etwas reduziert. Das mit dem Ehrenamt zu vereinbaren ist trotzdem nicht immer leicht. Ich kümmere mich ja nicht nur um die Stabstelle, sondern nehme, wie alle anderen ehrenamtlichen Stadträte, Repräsentationstermine wahr oder vertrete den Oberbürgermeister bei Veranstaltungen“, umreißt die Familienmutter und Großmutter ihre Aufgaben.
Das Thema Fluglärm begleitet Ursula Fechter seit gut dreißig Jahren. 1998 wurde sie Mitglied und Sprecherin der Bürgerinitiative Sachsenhausen gegen eine neue Landebahn. Nun untersteht ihr seit wenigen Wochen die Stabsstelle für Fluglärmschutz. Eine neue Herausforderung, die sie sehr bestimmt, voller Tatendrang und mit viel Humor angeht.