Das Team

Natascha Feuerbach am Bürgertelefon, Copyright: Stadt Frankfurt, Karina Wilczok

Seit August 2017 bei der Stabsstelle

Natascha Feuerbach ist für die Bürgerkontakte verantwortlich

Seit August 2017 ist Natascha Feuerbach die dritte Mitarbeiterin in der Stabsstelle für Fluglärmschutz und für die Bürgerkontakte und Bürokommunikation zuständig. Zum heutigen Beginn der Bürger-Hotline, erzählt sie von ihrer Tätigkeit beim Fluglärmschutz der Stadt Frankfurt. Nähere Infos finden Sie unter: www.Frankfurt-Fluglaermschutz.de.

Sie waren bereits vorher im Kundenkontakt tätig. Was ist Ihnen in dieser Position wichtig?
Natascha Feuerbach (NF): Schon immer stand ich im Dialog mit Kunden. Auch in meinen vorherigen Tätigkeiten war mir der persönliche Kontakt sehr wichtig. Ich habe stets versucht den Menschen weiterzuhelfen. Das gilt auch für schwierige Themen. Wichtig ist, dass es eine Anlaufstelle gibt. Das man weiß, wohin man sich hin wenden kann.

Nun sind Sie seit August bei der neu eingerichteten Stabsstelle für Fluglärmschutz tätig. Wo liegt der Reiz an dieser Aufgabe?
NF: Das Thema Flugzeuge fasziniert mich grundsätzlich. Man muss diesen Bereich aber auch von einer anderen Seite sehen – also den Fluglärmschutz. Ich möchte aktiv daran mitarbeiten, was den Bürgern wirklich auf dem Herzen liegt.

Sind Sie selbst lärmempfindlich?
NF: Subjektive Wahrnehmungen sind individuell. Ich denke, dass jeder sein eigenes Kriterium hat, wo seine Schmerzgrenze anfängt. Natürlich macht es einen Unterschied, ob ich in einem stark verlärmten Gebiet wohne oder an einem Ort, wo Fluglärm nicht akut ist. Ich persönlich bin der Ansicht, dass man ein Recht auf Ruhe hat. Ich merke, dass man Phasen der Ruhe braucht, vor allem in der Nacht.

Welche Ziele haben Sie sich als Anlaufstelle der BürgerInnen beim Fluglärmschutz gesetzt?
NF: Ich möchte versuchen alle Positionen sehr genau nachzuvollziehen. Was empfindet der Fluglärmbetroffene? Daher möchte ich auch zusätzlich vor Ort sein bei den von Fluglärm betroffenen BürgerInnen und biete hierzu individuelle Termine an. Gremien müssen mitbekommen, was ich als Anlaufstelle von Bürgern erzählt bekomme. Es geht schließlich um langfristige Verbesserungen. Klar, es wird bereits viel getan. An diesem komplexen Thema sind viele Akteure beteiligt, es gibt nationale und internationale Richtlinien, aber wir müssen das bestmögliche für die Stadt Frankfurt erreichen und am Ball bleiben. Das wird leider nicht von heute auf morgen geschehen. Ich bewundere sehr den Einsatz der Bürgerinitiativen – sie sind sehr gut organisiert, engagiert und bringen wissenschaftliche Nachweise. Wir alle müssen uns schließlich den Umweltfragen stellen, die unsere Zukunft bewegen werden. Dazu gehört auch der ständige Dialog im Fluglärmschutz.

Wie stehen Sie zum Fluglärm im Allgemeinen?
NF: Vor meiner Tätigkeit in der Stabsstelle habe ich beispielsweise die Montagsdemos wahrgenommen. Wenn man aber selbst nicht betroffen ist, ist das Thema leider von einem selbst weit weg. Schaut man genauer hin, erkennt man aber die Wichtigkeit. Gerade Gesundheitsrisiken gehen uns doch alle etwas an. Auch über die Stadtgrenzen hinaus. Ganz Deutschland hat sogar damit ein Problem durch den Fluglärm, da es am verkehrsreichsten Tag 10.393 Flugbewegungen im Jahr 2016 gab. Gleichzeitig verstehe ich auch die Sehnsucht der Reisenden, die in den Flieger steigen, um die Welt zu entdecken. Es fängt im Kleinen an: Muss ich unbedingt innerhalb Deutschlands fliegen? Wo kann ich meine Bedürfnisse hinterfragen? Vielleicht ließe sich öfters die Bahn als Option sehen. Dabei beginnt unser Tag doch schon mit der Frage: Fahre ich mit dem Fahrrad oder Auto zur Arbeit? Umweltthemen sind mir sehr wichtig.

Sie kennen bereits die südlichen Stadtteile Frankfurts, waren auf einer Montagsdemo, kamen mit Bürgern ins Gespräch. Wie war das erste Zusammentreffen für Sie?
NF: Ich habe durchwegs positive Erfahrungen gemacht. Die Bürger müssen ernst genommen werden. Sie haben recht, dass sie mit dem Thema Fluglärm in die Öffentlichkeit gehen. Daher erkenne ich auch, wie wichtig es ist, dass nun unsere Stabsstelle durch Oberbürgermeister Peter Feldmann eingerichtet ist. Dazu muss auch gesagt werden, dass wir sehr lange darauf gehofft haben, während andere Großstädte bereits Stabsstellen zum Thema Fluglärmschutz längst eingegliedert haben.

Wurden Sie konkret von Bürgern bereits angesprochen?
NF: Beim Fluglärmtag der Stabsstelle am 31. Juli zum Beispiel kamen verschiedene Bürger auf mich zu und erzählten mir von ihren Ängsten. Darunter waren Verunsicherungen, wenn plötzlich nachts ein lautes Flugzeug über ihren Köpfen hinwegfliegt. Sie suchen nach Erklärungen und Informationen. Warum gibt es trotz des Lärms und genügend Kapazität weiterhin Ausbaupläne am Frankfurter Flughafen? Sie engagieren sich zu diesem Thema sehr stark. Die Montagsdemos fand ich beeindruckend und wichtig, dass Bürger in dieser Form am Ort des Geschehens klar ihre Position demonstrieren.

Mit wem waren Sie bisher noch im Kontakt?
NF: Das spannende an meiner Tätigkeit ist, dass man mit den unterschiedlichsten Institutionen in Kontakt tritt. Bisher kontaktierte ich bereits die Flugsicherung, Fraport, den Ortsbeirat 5, das Umwelt-und Nachbarschaftshaus in Kelsterbach sowie das Verkehrsministerium und recherchierte zum Beispiel zum Thema Außenwohnbereichsentschädigung oder Anfragen zu Anflugverfahren.

Was lässt sich durch die Stabsstelle und Ihre Position am Lärm bewegen?
NF: Die Stabsstelle wird für einen besseren Lärmschutz in der Region eintreten. Ein großer Vorteil ist, dass wir den direkten Kontakt zu verschiedensten Institutionen schaffen. Dabei hat die Stadt Frankfurt im Umweltdezernat bereits vorab viel gemacht. Unsere Kernkompetenz bei der Stabsstelle ist es nun, sich ausschließlich mit dem Fluglärmschutz zu befassen. Damit haben wir die Chance, bei akuten Themen schneller durchzustarten. Wir bleiben immer an den Themen dran und ermutigen auch die Bürger dazu.

Das Bürgertelefon startet nun am 4. Oktober 2017 von 17 bis 19:00 Uhr. Welche Hoffnungen und Wünsche haben Sie?
NF: Ich bin gespannt, welche Themen bei den Sprechstunden angesprochen werden und natürlich wie mich die Bürger wahrnehmen. Ich hoffe, dass sie durch mich einen direkten Ansprechpartner für ihr Anliegen haben. Die Stabsstelle soll schließlich den Bürgern einen Rahmen geben gehört zu werden. Ich wünsche mir dabei, dass ich mit meiner Position den Bürgern eine Hilfestellung bin. Das Thema liegt uns am Herzen. Am besten wäre es natürlich, wenn wir die Nachtruhe von 22 bis 6:00 Uhr umsetzen könnten.

Vielen Dank und viel Erfolg, Frau Feuerbach.
Interview: Karina Mombauer
Sarah Schuhmacher Cc: Stadt Frankfurt, Karina Wilczok

Seit Juli 2017 bei der Stabsstelle

Sarah Schuhmacher besetzt das Amt der Leitung

Einen kurzen Blick wirft sie von ihrem Bürofenster auf den Römerberg, bevor sich Sarah Schuhmacher wieder an den Schreibtisch setzt. Akten, Post-Its und Laptop zeigen, dass die Leiterin der neuen Stabsstelle für Fluglärmschutz bereits seit einer Woche inmitten der Arbeit steckt. Eine Frau, die den Fluglärmschutz in Frankfurt anpackt und umsetzen möchte. Schuhmacher, ursprünglich aus Chemnitz und Wahl-Münchnerin, wechselte nun in die Mainmetropole. Seit Juli 2017 bekleidet sie das Amt der Leiterin. Die 34-jährige Ingenieurin bringt umfangreiches Technikwissen aus ihrer vorherigen Tätigkeit beim Bayerischen Rundfunk mit: „Ich habe mich auf Tontechnik spezialisiert und unterstütze die Stabsstelle nun vor allem durch die Auswahl von Messgeräten und Analyse von Messwerten, kenne mich entsprechend mit Dezibel und Schallwellen aus."

Gemeinsam mit der ehrenamtlichen Stadträtin Dr. Ursula Fechter sowie der Referentin für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Karina Wilczok, wird die Leiterin in den nächsten Monaten die dritte Mitarbeiterin der Stabsstelle begrüßen. Diese Stelle wird sich hauptsächlich um die Bürgeranfragen kümmern, eine Sprechstunde einrichten und in der Bürokommunikation tätig sein.

„Meine erste Arbeitswoche verlief sehr spannend. Man hat mit sehr vielen unterschiedlichen Themen zu tun, die sich um Lärm und Gesundheit drehen. Oft ist Schnelligkeit gefragt. Aktuell arbeite ich mich in die Themengebiete ein“, erklärt die Leiterin. Viel sei seit dem Start der Stabsstelle im vergangenen Oktober passiert. Informationsveranstaltungen, politische Debatten, Vernetzung mit zahlreichen Institutionen und natürlich die Bürger gehören zum Tagesgeschäft. „Meine Vorgänger haben eine super Vorarbeit geleistet. Frau Fechter hat ein immenses Wissen und setzt sich mit Herzblut für das Thema ein“, schildert Schuhmacher ihre ersten Eindrücke der Stabsstelle.

Demnächst wird der Fokus zudem auf einem neuen Thema, der Ultrafeinstäube, und das Aufstellen einer eigenen städtischen Messstation im Frankfurter Süden liegen. „Klar werde ich zwar München ein wenig vermissen. Jetzt freue ich mich aber mit meiner Familie das neue Kapitel und die Stadt Frankfurt kennenzulernen.“ Für Schuhmacher steht aber auch fest, dass mit der Leitungsposition der Stabsstelle für Fluglärmschutz auch viele Herausforderungen auf sie warten. Dass sie diese meistern wird, bleibt ohne Zweifel. Der Blick ist nach vorne gerichtet. „Ich möchte als Leiterin etwas für den Frankfurter Fluglärmschutz bewegen, Wissen über den Lärm und seine Gesundheitsrisiken weitergeben und neue wissenschaftliche Erkenntnisse weiterbringen. Ich freue mich auf ein tolles, motiviertes Team.

Interview: Karina Mombauer
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Offizieller Start im Oktober 2016

Stadträtin und ihre Pressereferentin eröffnen Stabsstelle für Fluglärmschutz

Seit 1. Oktober gibt es sie: Die neue Stabsstelle für Fluglärmschutz. Angesiedelt ist sie im Dezernat I und untersteht direkt Oberbürgermeister Peter Feldmann. Dessen ständige Vertreterin ist Stadträtin Dr. Ursula Fechter. Drei Stellen sind für die neue Einheit vorgesehen. Als erste Mitarbeiterin hat Karina Wilczok, die für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, ihre Arbeit aufgenommen. „Wir haben jetzt die Leitungsposition ausgeschrieben, wenn diese Person an Bord ist, dann wird die dritte Stelle besetzt, die für Bürgeranfragen zuständig sein wird“, erläutert Ursula Fechter die weitere Vorgehensweise.

Und dennoch läuft die Arbeit der neuen Stabsstelle schon auf vollen Touren. „Wir haben eine Pressekonferenz zum Kritischen Fluglärmindex durchgeführt, Pressemitteilungen veröffentlicht und Termine in Wiesbaden und Berlin wahrgenommen. Ansonsten richten wir uns in unseren Räumlichkeiten ein und planen die weitere Arbeit“, berichtet Karina Wilczok vom derzeitigen Arbeitspensum. Der 27-jährigen Politikwissenschaftlerin, die Berufserfahrung als Journalistin für verschiedene Frankfurter Zeitungen und in der PR-Branche mitbringt, sind auch die städtischen Strukturen nicht unbekannt, schließlich gehört auch ein Praktikum im früheren Presse- und Informationsamt zu ihrer Berufsbiografie. Sie fühlt sich sichtlich wohl im neuen Job: „Als Sachsenhäuserin und Journalistin bin ich mit dem Thema schon länger vertraut und finde es jetzt sehr interessant und anregend im Spannungsfeld zwischen Politik, Wirtschaft und Bürgern tätig zu sein. Und es macht großen Spaß mit Frau Fechter zusammenzuarbeiten. Wir sind als Team schnell zusammengewachsen.“

„Ich bin ganz begeistert von Karina, die unheimlich viel Engagement und Begeisterungsfähigkeit zeigt und einfach sofort losgelegt hat“, lobt wiederum Fechter ihre Pressereferentin. „Und wir müssen uns bei Sabine Steitz von der Verwaltung im Dezernat I ganz herzlich bedanken, die uns sehr viel weitergeholfen hat“, spricht sie ein weiteres Lob aus.

Inhaltlich soll die Stabsstelle im Rahmen der übertragenen Zuständigkeiten für Frankfurt einen besseren Fluglärmschutz erreichen und den Bürgern als zentrale Anlaufstelle dienen. „Wir wollen Informationsveranstaltungen organisieren, Kriterien für regionale Lärmobergrenzen erarbeiten und für die Bürger in allen Fragen rund um den Fluglärm ansprechbar sein “, so Fechter. So soll noch vor Weihnachten eine Infoveranstaltung mit dem Oberbürgermeister stattfinden. Zudem sollen weitere Treffen mit den Bürgerinitiativen gegen Fluglärm, dem Land und dem städtischen Umweltdezernat stattfinden und ein Expertenpool aufgebaut werden. Auch eine Bürger-Hotline und Aktivitäten mit Online-Medien sind geplant.

Ursula Fechter selbst ist ehrenamtliche Stadträtin und auch mit 71 Jahren immer noch als selbständige Steuerberaterin tätig. „Ich habe die Arbeit in der Kanzlei etwas reduziert. Das mit dem Ehrenamt zu vereinbaren ist trotzdem nicht immer leicht. Ich kümmere mich ja nicht nur um die Stabstelle, sondern nehme, wie alle anderen ehrenamtlichen Stadträte, Repräsentationstermine wahr oder vertrete den Oberbürgermeister bei Veranstaltungen“, umreißt die Familienmutter und Großmutter ihre Aufgaben.
Das Thema Fluglärm begleitet Ursula Fechter seit gut dreißig Jahren. 1998 wurde sie Mitglied und Sprecherin der Bürgerinitiative Sachsenhausen gegen eine neue Landebahn. Nun untersteht ihr seit wenigen Wochen die Stabsstelle für Fluglärmschutz. Eine neue Herausforderung, die sie sehr bestimmt, voller Tatendrang und mit viel Humor angeht.


Interview: Thomas Waldherr