Kardiologie

Vor kurzem konnten wir in einer tierexperimentellen Untersuchung nachweisen, dass Fluglärm innerhalb von nur 4 Tagen zu deutlichen Gefäßfunktionsstörungen führt. Wichtig ist festzuhalten, dass identische Lärmpegel mit Umgebungslärm oder auch „White Noise“ diese negativen Effekte auf die Gefäße nicht auslösen konnten.

Gleichzeitig konnten wir zeigen, dass hierbei die vermehrte Bildung freier Radikale eine entscheidende Rolle spielt.

In den unteren Abbildunge sind „vereinfacht“ die bisherigen Zusammenhänge zusammengefasst.

 

Weitere neue wichtige Untersuchungsergebnisse der Universitätsmedizin in Mainz belegen:

  1. Nur Nachtfluglärm führt zu Gefäßschäden, nicht der Lärm am Tage.
  2. Das „Ausknocken“ des Gens NADPH Oxidase verhindert komplett das Entstehen eines Gefäßschaden.
  3. Lärm führt zu einer Steigerung der Bildung freier Radikale im Gehirn.

 

Das bedeutet wiederum, dass man heutzutage den Lärm als einen eigenständigen Herzkreislaufrisikofaktor ansehen muss. Insbesondere, wenn man schon Risikofaktoren hat, wie z.B. Diabetes, Hochdruck, ein hohes Cholesterin hat oder auch Raucher ist, muss man mit einer schnelleren Gefäßverkalkung rechnen, wenn zusätzlich noch Lärm als Risikofaktor hinzukommt.

*Auszug aus dem European Heart Journal (2014) 35, 821-825.